TEE -  ZUBEREITUNG

Für den ungetrübten Teegenuss empfiehlt es sich, einige Regeln zu beachten. Die Teekanne sollte ausschließlich für schwarzen Tee reserviert bleiben. Beim Reinigen der Kanne nur klares Wasser ohne Spülmittel verwenden. Pro Tasse 1 kleinen Teelöffel Tee (ca. 1 g) in eine vorgewärmte Porzellankanne geben. Frisches, sprudelnd kochendes Wasser aufgießen, bis die Teeblätter gut bedeckt sind. Den Aufguss ziehen lassen. Die Ziehdauer richtet sich nach der gewünschten Wirkung des Tees. Nach 2   3 Minuten wirkt er belebend und anregend, nach 4 - 5 Minuten entspannend und beruhigend. Nach dem Ziehen wird die erforderliche Wassermenge nachgegossen, und der fertige Tee in eine Servierkanne umgefüllt. Echten Ostfriesentee genießt man stilecht mit " Kluntje " (Kandis) und einem Löffel ungeschlagener Sahne, die das berühmte " Wulkje " (Wölkchen) auf dem Tee bildet. Echter schwarzer Tee fördert das Wohlbefinden und wirkt stimulierend auf das zentrale Nervensystem, ohne das Herz zu belasten. Dabei wird die Konzentrationsfähigkeit gesteigert. Durch den Gehalt an Gerbstoffen übt Tee besonders auf die Magenschleimhäute einen wohltuenden Einfluss aus. Das neben anderen wichtigen Wirkstoffen im Tee enthaltende Fluorid hat sich als nützlich für die Zahnschmelzhärtung erwiesen

TEE - MISCHEN

Voraussetzung für jede gute Teemischung ist die Qualität der einzelnen Sorten und das sorgfältige Komponieren mehrer Sorten miteinander. Viele verschiedene Sorten sind nötig, um beispielsweise eine echte ostfriesische Mischung wie BÜNTING GRÜNPACK zu erzielen. Die besondere Leistung des Teetesters besteht darin die Angebote des Weltmarktes zu prüfen und trotz wechselnder Qualitäten ein gleiches Geschmacksniveau seiner Teemischungen zu bieten. Die verantwortungsvolle Aufgabe des Teemischens übernehmen Teetester, die über große Erfahrung, Wissen und eine feine, unbestechliche Zunge verfügen müssen. Auf einem langen Tisch mit ausreichen natürlichem Licht stehen die Probierschälchen. Davor je ein Aufgusskännchen für die Zubereitung, sowie das Muster des zu prüfenden Originaltees Die Teemenge, der Siedgrad des Wassers und die Dauer des" Ziehens " sind genau festgelegt. Aus dem Aufgusskännchen wird der Tee in das Probierschälchen umgefüllt. Die aufgebrühten Teeblätter befinden sich dann auf dem umgedrehten Deckel des Kännchens. Der Teetester begutachtet jetzt die Teeblätter, die Farbe des Aufgusses, in erster Linie jedoch Geschmack und Aroma. Er schlürft den Tee mit großer Konzentration über die Zunge. Der Probierschluck verbleibt einige Sekunden zwischen Zunge und Gaumen und wird dann in ein Spezialgefäss gespuckt. So wird Sorte für Sorte sorgfältig und kritisch verkostet und das jeweilige Ergebnis notiert. Danach wird entschieden, welche Originaltees eingekauft werden

TEE - ANBAUGEBIETE

Tee braucht ein ganz spezielles Klima und gedeiht am besten in den feucht tropischen und subtropischen Ländern in der Nähe des Äquators. Dort beträgt die mittlere Jahrestemperatur 18 Grad Celsius, die Sonne scheint meistens 4 Stunden am Tag, es gibt regelmäßige Niederschläge und so gut wie keinen Frost. Assam, das für echt ostfriesische Teemischungen wichtigste Teeanbaugebiet, liegt im Norden Indiens. Die zart aromatischen Daeeling Tees und fein herben Tees aus Ceylon runden eine klassische echt ostfriesische Teemischung ab. Die größten Teemengen bezieht der Weltmarkt aus Indien und Ceylon. Darüber hinaus wird Tee u.a. in China, Japan, Taiwan, Malaysia, Indonesien, Iran, Türkei, Ostafrika, Neuguinea und in Staaten der GUS produziert. Botanisch betrachtet gehört Tee zur Pflanzenfamilie der immergrünen " Theaceae ". Ihrer natürlichen Anlage nach ist die Teepflanze ein Baumgewächs. Sie wird jedoch durch regelmäßiges Stutzen zu einem etwa 1 Meter hohen Busch zurückgeschnitten.

TEE - ERNTE und TEE - PRODUKTION

Je nach Anbaugebiet wird Tee nahezu ganzjährig geerntet. In Ceylon, Südindien und Indonesien z.B. im Rhythmus von 8   12 Tagen. Die besten Erntezeiten richten sich nach den klimatischen Bedingungen der Jahreszeit und der Lage des jeweiligen Anbaugebietes. Hochwertige Assam-Tees für die echt ostfriesischen Mischungen. von BÜNTING werden in den Monaten Mai und Juni geerntet. Das Pflücken der zarten grünen Teeblätter erfordert große Sorgfalt und Geschicklichkeit. Gepflückt wird je ein Trieb mit Knospe und zwei Blättern, die berühmten" Two leaves and a bud". Die Erntemenge einer Pflückerin kann pro Tag bis zu 40 kg betragen. Das ergibt ca. 10 kg schwarzen Tee. Der Tee wird direkt auf der Plantage verarbeitet. Nach dem traditionellen Verfahren gibt es folgende Produktionsschritte: WELKEN: Entziehen der Feuchtigkeit ROLLEN: Aufbrechen der Blattzellen, wobei sich der Blattsaft mit dem Sauerstoff der Luft verbindet. FERMENTIEREN: ein Oxydationsprozess, bei dem sich die Blattfarbe von grün in kupferrot verwandelt. HEISSLUFTMOCKNEN: Bei ca. 80   90 Grad Celsius wird der Tee getrocknet und erhält dabei seine endgültige schwarze Farbe, bis auf die hellen Spitzen, die von den jüngsten, noch behaarten Blatt Knospen stammen Merkmal aussergewöhnlicher Qualität sind und als "golden Tips bezeichnet werden. SORTIEREN: mit Rüttelsieben wird nach unterschiedlichen Blattgraden sortiert.